XRP: Thunes öffnet US-Clearing am 4. Juni
Ripple-Partner Thunes integriert XRP in US-Clearing-Systeme, während der Token auf 52-Wochen-Tief fällt.

Kurz zusammengefasst
- Thunes öffnet US-Zahlungsinfrastruktur für XRP
- Kurs fällt auf 1,14 Dollar und 52-Wochen-Tief
- XRP-ETFs verzeichnen weiterhin hohe Zuflüsse
- CLARITY Act könnte regulatorischen Rückenwind geben
Ripple-Partner Thunes hat am 4. Juni 2026 eine direkte Anbindung an ein US-Tier-1-Finanzinstitut angekündigt — und damit XRP einen Zugang zu den amerikanischen Clearing-Systemen verschafft. Die Verbindung umfasst ACH, Same-Day ACH sowie alle Echtzeit-Zahlungsschienen des US-Markts. Ausgerechnet in dem Moment, in dem die Nutzungsgeschichte von XRP konkreter wird, befindet sich der Kurs im freien Fall.
Thunes öffnet die US-Infrastruktur
Das Netzwerk von Thunes ist bereits in 140 Ländern aktiv, unterstützt 90 Währungen und verbindet über zwölf Milliarden Wallets und Bankkonten. Das Unternehmen hält 50 Money-Transmitter-Lizenzen und darf damit in jedem US-Bundesstaat operieren. Die neue Anbindung ermöglicht es, Ripples Blockchain-Infrastruktur mit XRP als Brücken-Asset direkt in den US-Zahlungsverkehr einzubetten.
Ripple selbst verarbeitet nach eigenen Angaben bereits mehr als 70 Milliarden Dollar Volumen in über 90 Auszahlungsmärkten. Die Thunes-Integration ergänzt diese Reichweite um einen der wichtigsten Clearingmärkte der Welt.
Institutionelles Kapital trotz Kursrückgang
Das Kursgeschehen erzählt eine andere Geschichte. XRP notiert aktuell bei 1,14 Dollar — das entspricht dem 52-Wochen-Tief und einem Rückgang von fast 40 Prozent seit Jahresbeginn. Der RSI liegt bei 21,4, ein Niveau, das technisch als stark überverkauft gilt. Vom Jahreshoch bei 3,65 Dollar im Juli 2025 ist der Token inzwischen fast 69 Prozent entfernt.
Institutionelle Investoren scheinen das anders zu gewichten. XRP-ETFs verzeichneten am 4. Juni Zuflüsse von 4,1 Millionen Dollar. Im Mai summierten sich die Nettozuflüsse auf rund 118 Millionen Dollar, die kumulierten Zuflüsse seit Auflage auf etwa 1,4 Milliarden Dollar. Das ist eine auffällige Divergenz zu Bitcoin und Ethereum, die zuletzt deutliche Abflüsse meldeten.
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Parallel dazu verließen über 25 Millionen XRP die Börsen, und die Zahl der Wallet-Adressen mit mindestens 10.000 XRP erreichte mit 332.230 einen Rekordwert. Das deutet auf Akkumulation hin — trotz oder gerade wegen des Kursdrucks.
Regulatorische Weichen werden gestellt
Rückenwind könnte aus Washington kommen. Der CLARITY Act, ein parteiübergreifendes Gesetz zur Regulierung digitaler Assets, wurde am 1. Juni 2026 nach Ausschusspassage auf den Kalender des US-Senats gesetzt. Klare bundesweite Regeln würden die Grundlage für breitere institutionelle Adoption legen — und XRP, das bereits über Ripples regulatorische Infrastruktur in vielen Märkten präsent ist, käme das strukturell zugute.
Ob der Kurs die technischen Unterstützungszonen halten kann, hängt nun auch davon ab, wie schnell der Senat den CLARITY Act verabschiedet und ob die Thunes-Integration messbare Transaktionsvolumina in die XRP-Ledger-Ökosysteme zieht.
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