XRP: Validatoren-Blockade?
Eine Ledger-Korrektur ist aktiv, doch Kreditpläne benötigen weitere Validatorenstimmen und XRP-Spot-ETFs verzeichneten wöchentlich keine Nettozuflüsse.

Kurz zusammengefasst
- 21 von 35 Validatoren stimmten zu
- Kreditprotokoll benötigt 29 Stimmen
- XRP-ETFs ohne wöchentliche Nettozuflüsse
- Technische Korrektur am Mittwoch aktiviert
Beim XRP Ledger steht der nächste Ausbauschritt noch aus, während den US-Spot-ETFs auf XRP frisches Kapital fehlt. Die gestern veröffentlichten Wochenzahlen zeigen eine schwache Fondsnachfrage. Gleichzeitig fehlt den geplanten Kreditfunktionen weiterhin die nötige Zustimmung der Validatoren. Für Anleger treffen damit konkrete Entwicklungspläne auf eine bislang verhaltene Nachfrage über die Fonds.
Kreditfunktionen warten auf Zustimmung
Medienberichten zufolge unterstützten am Freitag 21 von 35 vertrauenswürdigen Validatoren die vorgeschlagene Änderung „LendingProtocol“. Für den Beginn der Aktivierungsfrist sind 29 Stimmen erforderlich. Die für den Start notwendige Schwelle war damit noch nicht erreicht.
Die Zustimmung der Validatoren ist der entscheidende nächste Schritt für den geplanten Kreditausbau. Erst nach Erreichen der erforderlichen Mehrheit kann der vorgesehene Countdown beginnen. Bis dahin bleibt die Erweiterung ein Vorhaben und steht dem Netzwerk noch nicht als aktivierte Funktion zur Verfügung.
Die damit verbundene Änderung „SingleAssetVault“ kam am Freitag auf 23 Stimmen. Auch sie war noch nicht aktiviert. Für „LendingProtocol“ ist nach Erreichen der Zustimmungsschwelle eine zweiwöchige Aktivierungsfrist vorgesehen.
Fondsnachfrage liefert wenig Unterstützung
Auf der Nachfrageseite fällt die jüngste Wochenbilanz ebenfalls verhalten aus. Medienberichten zufolge verzeichneten die US-Spot-ETFs auf XRP keine Nettozuflüsse. Der gesamte wöchentliche Nettoabfluss von 529.500 USD entfiel auf Canarys XRPC am 2. November.
Von Dienstag bis Freitag lagen die Nettoflüsse jeweils bei null. Damit konzentrierte sich der Kapitalabzug auf einen Handelstag. Anschließend stabilisierten sich die Fondsbestände hinsichtlich der Nettoflüsse, ohne dass neue Mittel hinzukamen.
Diese Fondsbilanz folgte auf eine Woche mit breitem Verkaufsdruck bei Kryptowährungen. Am Freitag geriet XRP zusammen mit Bitcoin und Ether unter Druck. Die Marktbewegung fiel mit einem weltweiten Ausverkauf bei Technologiewerten zusammen.
Aktivierte Korrektur verlangt genaue Prüfung
Einen bereits abgeschlossenen technischen Schritt meldete das XRP Ledger dagegen am Mittwoch: Die Änderung „fixCleanup3_4_0“ wurde aktiviert. Sie schließt eine Berechtigungslücke, durch die Konten mit einer Erlaubnis zum Verbrennen ausgegebener Token unter bestimmten Umständen neue Token erzeugen konnten.
Die Korrektur betrifft ausgegebene Token sowie Berechnungen für Handelspools, Tresore und Kreditfunktionen. Die eigene XRP-Menge blieb unverändert. Für Emittenten rückt nun die Prüfung früherer Rücknahmen in den Vordergrund.
Ein Bericht von gestern empfiehlt, delegierte Transaktionen rund um die Umstellung gezielt zu kontrollieren. Die korrigierte Regel galt ab dem Ledger unmittelbar nach dem Aktivierungseintrag. Für XRP ergibt sich damit ein gemischtes Bild: Eine konkrete Schwachstelle ist geschlossen, während der weitere Funktionsausbau zusätzliche Zustimmung und die Fondsnachfrage neue Zuflüsse benötigen.
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