CEO Joey Wat trennt sich von einem Aktienpaket im Millionenwert, während Yum China gleichzeitig seine Expansion in Richtung der 20.000-Filialen-Marke forciert. Trotz der Insider-Verkäufe stützen starke Quartalsergebnisse und eine deutliche Dividendenerhöhung das Vertrauen in die langfristige Strategie. Kann das aggressive Expansionstempo die Verkäufe an der Führungsspitze überlagern?
- CEO-Verkauf: 104.000 Aktien geplant (ca. 5,74 Mio. USD)
- Dividende: Erhöhung um 21 % auf 0,29 USD pro Aktie
- Wachstumsziel: Über 20.000 Standorte bis Ende 2026
- Aktienrückkauf: 1,0 Mrd. USD autorisiert
Fokus auf Insider-Transaktionen
Gestern wurde durch eine regulatorische Meldung bekannt, dass CEO Joey Wat den Verkauf von 104.000 Stammaktien des Unternehmens plant. Die Transaktion hat einen geschätzten Marktwert von rund 5,74 Millionen USD. Bereits vor wenigen Tagen veräußerte die Unternehmensleiterin in einem separaten Geschäft 4.613 Anteile zu einem Durchschnittspreis von 57,01 USD.
Parallel zu den internen Transaktionen zeigen sich institutionelle Investoren bewegungsfreudig. Während Allianz Asset Management ihre Positionen zuletzt reduzierte, meldete Madison Asset Management einen Neueinstieg mit einem Volumen von rund 1,44 Millionen USD. Diese Umschichtungen folgen auf den jüngsten Berichtszyklus und angepasste Prognosen zur Kapitalrückgabe.
Starke Bilanz und Kapitalrückführungen
Die Aktivitäten am Markt folgen auf die Anfang Februar veröffentlichten Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025. Das Unternehmen steigerte seinen Umsatz im Jahresvergleich um 8,8 % auf 2,82 Milliarden USD. Der verwässerte Gewinn pro Aktie lag mit 0,40 USD über den Erwartungen der Analysten von 0,35 USD.
Vor diesem Hintergrund hat das Board of Directors die Kapitalrückführungen an die Aktionäre massiv ausgeweitet. Die Quartalsdividende steigt um 21 % auf 0,29 USD. Zudem läuft ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 1,0 Milliarde USD, mit dem rund 5,8 % der ausstehenden Aktien eingezogen werden können.
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Expansionskurs für 2026
Für das laufende Geschäftsjahr konzentriert sich das Management auf ein schnelles Flächenwachstum. Ziel ist es, die Marke von 20.000 Standorten zu überschreiten, wofür mehr als 1.900 Netto-Neueröffnungen geplant sind. Dabei setzt das Unternehmen verstärkt auf Franchise-Modelle, die etwa 40 % bis 50 % der neuen Filialen ausmachen sollen. Die geplanten Kapitalaufwendungen liegen zwischen 600 und 700 Millionen USD.
Operativ profitierte das Geschäft zuletzt von Effizienzsteigerungen. Die Restaurantmarge verbesserte sich im vierten Quartal auf 13,0 %, getrieben durch Optimierungen bei Materialkosten und eine bessere Fixkostenabdeckung. Ein wesentlicher Pfeiler bleibt das Digital- und Liefergeschäft, das zuletzt 53 % des Gesamtumsatzes ausmachte.
Die erhöhte Dividende wird am 25. März 2026 ausgezahlt, wobei der 4. März als entscheidender Stichtag für die Dividendenberechtigung gilt. Mit dem Fokus auf Franchising und striktem Kostenmanagement steuert das Unternehmen im ersten Quartal 2026 auf eine Phase zu, in der die operative Skalierung Vorrang vor kurzfristigen Kursschwankungen durch Insider-Verkäufe hat.
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