Zoetis: Damelio kauft 6.650 Aktien am 13. Mai
Trotz schwacher Quartalszahlen und gekappter Jahresziele greifen mehrere Zoetis-Verwaltungsräte zu. Die Aktie notiert nahe dem Jahrestief.

Kurz zusammengefasst
- Insider erwerben rund 11.650 Aktien
- Quartalsergebnis verfehlt Erwartungen
- Umsatzprognose für 2026 gesenkt
- Kurs nahe 52-Wochen-Tief
Zoetis sendet gerade zwei sehr unterschiedliche Signale. Operativ enttäuscht der Tiergesundheitskonzern mit schwächeren Zahlen und einer gekappten Prognose. Im Verwaltungsrat greifen mehrere Insider dennoch zu. Genau dieser Gegensatz macht die Aktie derzeit interessant.
Insider nutzen den Kursrutsch
In den vergangenen Tagen kauften mehrere Direktoren Aktien des Unternehmens. Frank A. Damelio erwarb am 13. Mai 6.650 Papiere zu durchschnittlich 75,39 Dollar.
Am selben Tag kaufte Paul Bisaro weitere 2.000 Aktien zu 75,88 Dollar. Bereits zuvor hatte Michael B. Mccallister 3.000 Aktien zu 77,76 Dollar erworben.
Über die vergangenen drei Monate summieren sich die Insiderkäufe auf rund 11.650 Aktien. Das entspricht einem Volumen von etwa 886.384 Dollar. Solche Käufe garantieren keine Trendwende, sie zeigen aber: Teile des Aufsichtsgremiums sehen das aktuelle Bewertungsniveau offenbar als attraktiv an.
Der Markt bleibt dennoch hart. Die Aktie notiert aktuell bei 64,36 Euro und damit nur knapp über dem am Mittwoch markierten 52-Wochen-Tief von 64,00 Euro. In den vergangenen 30 Tagen verlor der Titel 37,33 Prozent; seit Jahresbeginn steht ein Minus von 40,11 Prozent zu Buche.
Schwächere Prognose belastet
Auslöser des Drucks waren die Zahlen zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026. Zoetis erzielte ein Ergebnis je Aktie von 1,53 Dollar und verfehlte damit die Konsensschätzung von 1,60 Dollar.
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Der Umsatz stieg zwar um 2,9 Prozent auf 2,26 Milliarden Dollar. Erwartet worden waren allerdings 2,30 Milliarden Dollar. Das Wachstum reicht dem Markt derzeit nicht, weil Zoetis lange als verlässlicher Qualitätswert im Tiergesundheitssektor galt.
Schwerer wiegt die neue Jahresprognose. Beim organischen Umsatzwachstum peilt das Management nur noch 1 bis 3 Prozent an. Zuvor lag die Spanne bei 3 bis 5 Prozent; der Gewinn je Aktie soll nun zwischen 6,85 und 7,00 Dollar landen.
CEO Kristin Peck verwies auf eine höhere Preissensibilität von Haustierbesitzern. Besonders sichtbar wurde das im US-Geschäft mit Haustieren, wo die Erlöse um 11 Prozent sanken. Damit trifft Zoetis ein Bereich, der lange als strukturell robust galt.
Analysten senken die Messlatte
Das Branchenumfeld liefert wenig Entlastung. Auch Elanco Animal Health geriet am 13. Mai unter Druck und verlor mehr als 8 Prozent, obwohl das Unternehmen die Gewinnerwartungen übertraf. Berichte zu Sicherheitsprofilen bestimmter Anti-Nervenwachstumsfaktor-Therapien gegen Arthrose bei Haustieren verstärken die Vorsicht im Sektor.
Die Analystenmeinungen bleiben gemischt. Unter 15 erfassten Experten sprechen sich jeweils 7 für „Kaufen“ und „Halten“ aus. Mehrere Häuser haben ihre Kursziele deutlich reduziert:
- Piper Sandler: 135 Dollar nach zuvor 190 Dollar, Einstufung „Neutral“
- UBS: 99 Dollar, Einstufung „Neutral“
- Stifel: 105 Dollar, Einstufung „Hold“
Trotz der Kürzungen liegt der durchschnittliche Zielkurs noch bei 141,25 Dollar. Der Abstand zum aktuellen Kurs wirkt groß, spiegelt aber auch die Unsicherheit wider: Zoetis muss zeigen, dass der Nachfrageknick im US-Haustiergeschäft nicht zum neuen Normalzustand wird. Die Insiderkäufe setzen ein positives Signal, die gesenkte Prognose bleibt der härtere Fakt.
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